TCM - Fasten
TCM-Fasten ist kein klassisches europäisches Fasten, sondern eine kurzfristige, wärme-erhaltende „Ruhekur“ für die Verdauungsmitte. Mit TCM-Fasten lassen Sie überflüssige Schwere sanft los, stärken Ihre Mitte und tanken frische Lebensenergie – individuell abgestimmt auf das, was Ihr Körper jetzt wirklich braucht.
Grundprinzip
Die chinesische Medizin baut auf eine jahrtausendelange Tradition, wobei sie sich auf 5 Säulen stützt. Einerseits die klassische Akupunktur, daneben die manuellen Therapien und Heilkräuter.
Die Grundlage einer guten Gesundheit bilden jedoch die Bewegung und die Ernährung. Grundsätzlich gilt es, sich gut zu nähren, damit der Körper gemeinsam mit dem Atmungsenergie, sprich einer guten Sauerstoffversorgung, genug Lebensenergie, genannt Qi, aufbauen kann. Sich regelmäßig und ausgewogen zu ernähren, spielt dabei eine große Rolle. Die Essenspausen zwischen den Mahlzeiten dienen als Regenerationszeiten für den Körper. Schon die Organuhr sagt uns, dass in der Zeit zw. 7 und 11 Uhr vormittags unsere Verdauungsorgane Magen und Milz/Bauchspeicheldrüse ihre aktivste Phase haben und hier Nahrung am besten verdauen können. 12 Stunden später, also abends nach 19 Uhr treten sie in ihre Ruhezeit ein, sodass das Intervallfasten in der chinesischen Tradition wie auch bei unseren Vorfahren schon lange üblich war.
Ablauf der TCM-Kur
Basis dieser Fastenmethode ist das klassische Reisfasten. Dabei wird Reis mit 12-20facher Menge Wasser über einige Stunden köchelt, was unter dem Namen Congee bekannt ist und besonders gut ausleitend wirkt.
Bei der Entlastungswoche nach der traditionellen chinesischen Medizin wird eine sanfte Methode der Reiskur in etwas abwechslungsreicherer Form angeboten. Um den Darm möglichst zu schonen, wird auf Rohkost, schwerverdauliches Gemüse bzw. intensive Würze (Knoblauch, Zwiebel) verzichtet. Wir servieren morgens ein klassisches Congee bzw. Getreidebreis mit einem Kompott aus Obst bzw. Apfelmus, mittags gedünstetes/im Ofen gegartes Gemüse in den köstlichsten Varianten mit Reis oder anderen leicht verdaubaren Beilagen (Hirse, Polenta, Erdäpfel) und um 17h noch eine Gemüse-Suppe als frühes Abendessen.
Beim intensiven TCM-Fasten dient das Reiscongee mit etwas Gemüseeinlage als alleinige Basis.
Begleitende Maßnahmen
Somit bietet die chinesische Medizin für jeden individuell das Richtige und wird auch immer mit sanfter Bewegung und Meditation begleitet. Denn nicht nur der Körper braucht Zeiten der Erholung, sondern auch unser Geist, der in dieser schnelllebigen Zeit besonders gefordert ist.
Wirkung
TCM-Fasten gönnt Ihrer Verdauungsmitte eine wohltuende Schonung und löst überflüssigen Ballast, welcher in der TCM als Schleim und Feuchtigkeit bezeichnet wird. Dadurch fühlen Sie sich leichter, schlafen besser und erleben einen klareren Geist bei sanftem Gewichtsverlust. Kurz: Der Qi-Fluss kommt ins Gleichgewicht, die Mitte wird gestärkt und neue Lebensenergie entsteht.
Intensives TCM-Fasten
In dieser strengen Variante des TCM-Fastens für gesunde Menschen dient das ausleitende Reiscongee mit etwas Gemüseeinlage als alleinige Basis. Dieses kann ergänzt werden durch geringfügige Beigaben von Umeboshi Pflaumen (wirken ausleitend und stärkend), schwarzes Gomasio (Sesamsalz, stärkt das Nieren Qi) und Kimchi (fermentiertes Gemüse, fördert die Darmflora). Die Nahrungsaufnahme beschränkt sich auf zwei Mahlzeiten, ca. 9:00 und 14:00 Uhr. Dadurch verlängert sich der der nahrungsfreie Intervall, die Verdauungsorgane genießen einen längere Erholungsphase und die Kalorienaufnahme ist stark reduziert. Diese strenge Form des TCM-Fastens dient oft als ausleitende, aber gleichzeitig kräftigende Unterstützung für die anspruchsvolle Meditationspraxis in traditionellen Zen-Retreats.
Wer kann TCM Fasten
Die sanfte Methode, wie die ärztlich begleitete Entlastungswoche, ist auch für Menschen mit Vorerkrankungen (nach Rücksprache) geeignet und bieten eine gute Ausgangsbasis um einen gesunden Lebensstil in den Alltag zu integrieren.
Die strenge Variante ist für gesunde Menschen mit einer guten Grundkraft und wird mit einem erfahrenen Kursleiter ohne ärztliche Begleitung durchgeführt.
Kontraindikationen
- Schwangere & Stillende
- Kinder / Jugendliche
- Essstörungen (Anorexie, Bulimie) oder extremes Untergewicht (BMI < 18,5)
- Typ-1-Diabetes, manifeste Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz, entgleiste Schilddrüsenfunktion
- Bösartige Tumoren während aktiver Therapie
- Schwere psychische Erkrankungen
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