Heilfasten nach Buchinger/Lützner

– die Fastenform mit den stärksten Effekten
 

Wie funktioniert das Buchinger-Fasten? Welche Vorteile hat es und warum zählt es zu den beliebtesten Fastenformen im Kloster Pernegg?
 

Grundprinzip des Buchinger-Fastens

Das Buchinger-Heilfasten gilt als die wirksamste und wissenschaftlich am besten erforschte Fastenform im deutschsprachigen Raum – eine Methode mit nachhaltigen Effekten auf Körper, Geist und Darmgesundheit (tiefe Ketose, ausgedehnte Autophagie-Phasen). Zahlreiche Studien belegen die positiven Auswirkungen auf das Darmmikrobiom. Entwickelt vom Arzt Dr. Otto Buchinger, der sich durch das Fasten selbst von einer rheumatischen Erkrankung heilte, durch seinen Schüler Dr. Hellmut Lützner, mit Büchern wie „Wie neu geboren durch Fasten“ populär gemacht, verbindet diese therapeutische Fastenmethode medizinisches Wissen mit jahrzehntelanger Erfahrung.

Der Körper erhält täglich rund 250 Kilokalorien in Form von klaren Gemüsebrühen, verdünnten Säften und etwas Honig – genug, um Muskeln und Kreislauf zu schützen, während der Stoffwechsel in den Fastenmodus wechselt. Hungergefühle bleiben aus, stattdessen beginnt der Organismus, sich selbst zu reinigen und zu regenerieren. Eine Darmreinigung zu Beginn sowie der Verzicht auf feste Nahrung bringen den Körper in den Fastenstoffwechsel und das Darmmikrobiom kann sich durch die Essenspausen von mind. 14 Stunden regenerieren

Ablauf des Buchinger-Fastens im Kloster Pernegg

  1. Entlastungstag:
    Vor dem Fastenkurs erhalten unsere Gäste eine genaue Anleitung zur optimalen Vorbereitung auf die Fastenwoche. Die Ernährung wird schrittweise auf leichte, basische Kost umgestellt (Gemüse, Obst, Kräuter, Nüsse). Kaffee, Zucker und Genussmittel werden ausgeschlichen.
  2. Darmreinigung (mit Glaubersalz):
    Zu Beginn des Fastens erfolgt eine gründliche Darmentleerung, um den Fastenstoffwechsel einzuleiten, danach wird der Darm jeden zweiten Tag sanft gereinigt.
  3. Fastentage (4 bis 5 Tage):
    Während der Fastenphase werden ca. 250 kcal pro Tag in Form von Kräutertee und Honig (morgens), verdünnte Gemüse- und Obstsäfte (mittags) und Gemüsesuppe (abends) serviert. Dazu mindestens 2–3 Liter Wasser zur Flüssigkeitszufuhr. Tägliche Entspannungseinheiten und Bewegung an der frischen Luft sowie Anwendungen wie der „Leberwickel“ unterstützen den Fastenprozess.
  4. Fastenbrechen mit einem Apfel:
    Der Wiedereinstieg in die Nahrungsaufnahme erfolgt bewusst und achtsam mit leicht verdaulichen Lebensmitteln.
  5. Aufbautage (mind. 3 Tage):
    Der langsame Übergang zu normaler Ernährung mit leichter, vegetarischer Kost – wichtig für den Aufbau des Darmmikrobioms und eine nachhaltige Wirkung – erfolgt nach genauer Anleitung durch unsere Fastenleiter:innen. 
     

Begleitung auf allen Ebenen

Bewegung, Ruhe und Stille-Tage begleiten den Weg des Fastens: Sanfte, themenbezogene 
Bewegungsimpulse aktivieren den Körper, während Schlaf, Meditation, Atemübungen und stille Momente für tiefe Entspannung sorgen. Leberwickel unterstützen die natürliche Entgiftung, Gespräche und Momente der Reflexion öffnen den Raum für die innere Begegnung – und machen das Fastenerlebnis zu einer unvergesslichen Reise mit nachhaltiger Wirkung.

Wissenschaftlich belegte Wirkung

Fasten hat positive epigenetische Effekte und löst die sogenannte Autophagie aus – ein natürlicher Selbstreinigungsprozess der Zellen, bei dem beschädigte oder überflüssige Bestandteile abgebaut und recycelt werden, sodass die Zellfunktion erhalten bleibt. Für die Entdeckung der zugrunde liegenden Mechanismen erhielt der japanische Forscher Yoshinori Ohsumi 2016 den Nobelpreis für Medizin. 

Körperlich entlastet diese Fastenkur das Verdauungssystem, reduziert Entzündungen, fördert Gewichtsverlust und trägt dazu bei, Blutdruck und Blutzuckerspiegel zu senken. Fasten stärkt die Immunfunktion, verbessert die Insulinsensitivität und kann bei Fettleber helfen. 

Auch Hautbild und Schlaf können sich verbessern. Auf psychischer Ebene berichten viele Fastende von größerer Klarheit, emotionaler Stabilität, gesteigerter Achtsamkeit und einer spürbaren Aufhellung der Stimmung. 

Präventiv und therapeutisch zeigt das Fasten zudem gute Wirksamkeit bei Stoffwechselstörungen, rheumatischen und anderen Autoimmunerkrankungen, Migräne, Reizdarm und Allergien. Langfristig dient das Fasten nicht selten als positiver Einstieg in eine gesündere und bewusstere Lebensweise. 

Wann darf man nicht fasten?

Es gibt bestimmte Situationen, in denen eine Fastenkur nicht empfohlen wird. Dazu zählen 
Schwangerschaft und Stillzeit ebenso wie schwerwiegende psychische Erkrankungen, etwa 
Essstörungen oder schwere Depressionen. Auch Menschen mit Herzinsuffizienz, Leber- oder 
Nierenversagen sowie Schilddrüsenüberfunktion sollten nicht fasten. Untergewichtige Personen mit einem BMI unter 18,5 sowie Kinder und Jugendliche gehören ebenfalls zu den Gruppen, für die Fasten nicht geeignet ist. Darüber hinaus gilt: Wer an bestimmten chronischen Erkrankungen leidet, sollte eine Fastenkur nur nach vorheriger ärztlicher Abklärung in Betracht ziehen.

Mit Buchinger-Fasten zu neuer Lebenskraft und Gesundheit

Das Heilfasten nach Buchinger/Lützner verbindet medizinische Kompetenz mit ganzheitlicher Begleitung – eine bewährte Fastenform, die regenerativ und nachhaltig wirkt.  

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